Manchmal lohnt es sich, hartnäckig zu bleiben. Jan, Beschäftigter in den Schwinge Werkstätten, hatte einen Traum: einmal Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin treffen. Über ein halbes Jahr hinweg schrieb er ihm acht Mails. Immer wieder mit derselben Bitte: „Wenn du mal in der Nähe bist, dann komm doch zur Wäscherei Tor 3!“
Bei Aytekin blieb das nicht ohne Wirkung.
Am 27. August wurde aus den Mails Realität: Deniz Aytekin kam nach Stade. Machte sich schlau zur Arbeit des DRKs und der Schwinge Werkstätten, verbrachte viel Zeit mit Jan und gab Autogramme.
Am Ende zog Aytekin ein bewegtes Fazit:
„Diese aufrichtige Freude in den Augen der Menschen zu sehen, das bereitet mir eine Gänsehaut. Es ist so unfassbar traurig, dass die Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft noch immer nicht so wahrgenommen werden, wie sie wahrgenommen werden sollten. Und auch die Menschen, die hier arbeiten. Es ist unglaublich, was die hier leisten. Diese unendliche Geduld, dass man sich mit Herzblut mit diesen Menschen auseinandersetzt, das ist einfach unbeschreiblich toll. Da gehören eigentlich die Strahler und das Blitzlichtgewitter hin. Diese Menschen müssten viel mehr Wertschätzung erhalten.“
Ein Tag, der Jans großen Wunsch erfüllte und ein Gast, der allen gezeigt hat, wie wichtig Anerkennung und echte Wertschätzung sind. Und der gelehrt hat: „Dran bleiben und nicht aufgeben!“
