Magazin Mensch

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Mobile Kleiderkammer rollt los

Gruppe engagierter Helfer und Planer vor dem Mobilen Kleidermobil.

Gut erhaltene Kleidung, die niemand mehr trägt, und Menschen, die diese ­Kleidung gut gebrauchen können. Ein neues Projekt im Landkreis Stade bringt beides ­zusammen. Wer bewusst nachhaltig leben möchte, sucht nach Alternativen zum Neukauf. Wer in einer Pflegeeinrichtung lebt, kommt selten in ein Geschäft. Und wer wenig Geld hat, überlegt dreimal, bevor er etwas Neues kauft. Die Mobile Kleiderkammer des DRK-Kreisverbandes Stade bringt Kleidung direkt zu den Menschen. 

Hinter dem Projekt steht ein eingespieltes Team von rund 15 Ehrenamtlichen. Sie haben während der „Ukrainehilfe“ wöchentlich Kleiderspenden sortiert und die DRK-Ausgabestelle betreut. Als dieses Projekt endete, wollten sie weitermachen. Es entstand die Idee zur Mobilen Kleiderkammer. Ein kirchliches Projekt in Thale im Harz diente als Inspiration, denn im gesamten DRK-Landesverband Niedersachsen gab es bislang nichts Vergleichbares. Ines Tiedemann und Kerstin Krüger haben das Projekt im Rahmen ihrer Ausbildung zur Ehrenamtskoordinatorin mit aufgebaut und begleiten es weiter. 

Ein Blick ins Innere des Kleidermobils.
Heike Bublitz, Anwohnerin aus Steinkirchen und Bürgermeisterin Sonja Zinke

Das Fahrzeug ist ein Citroën Jumper Kastenwagen mit hohem Aufbau, über sechs Meter lang und fast drei Meter hoch. Innen hängen Jacken, Hosen, Pullover und Kinderkleidung saisonal sortiert in einem Regalsystem. In einer kleinen Umkleidekabine kann die Kleidung direkt anprobiert werden. Finanziert wurde das Neufahrzeug durch Zuschüsse der Fernsehlotterie und des DRK-Landesverbandes.

Los geht es in den eigenen DRK-Einrichtungen. In Alten- und Pflegeheimen und Tagespflegen können Interessierte direkt im Fahrzeug stöbern und sich etwas Passendes aussuchen. Nach den ­Sommerferien soll das Angebot öffentlich werden. Angedacht sind Termine bei den Ausgabestellen der Tafeln im Landkreis. Später sind feste Routen geplant, die durch Kehdingen, das Alte Land und die Stader Geest führen. Gemeinden und Einrichtungen können das Fahrzeug gezielt zu sich einladen, denn die Standorte richten sich nach dem Bedarf vor Ort. Ende Mai machte das Kleidermobil zum ersten Mal Halt in Steinkirchen auf dem Platz bei der DRK-Begegnungsstätte Windmüller. „Das ist eine gute Idee und ein schönes Angebot. Viel Erfolg für das Projekt!“, sagt Steinkirchens Bürgermeisterin Sonja Zinke. Auch Anwohner in Steinkirchen, wie Heike Bublitz, finden das Projekt großartig.

Was sich alle für die Zukunft wünschen? Dass viele Menschen das Angebot nutzen und die Mobile Kleiderkammer dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

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