Gruppe von Jugendlichen verbeugt sich vor sitzenden Kindern auf dem Gelände des DRK-Zeltlagers Ahlerstedt mit Zelten und Bäumen im Hintergrund
Seit 40 Jahren sorgt das DRK-Zeltlager Ahlerstedt für unvergessliche Sommerferien – zur Freude von Generationen begeisterter Kinder.

40 Sommer Mut und Spaß im Zeltlager

Fragt man herum, wer schon mal eine Woche im DRK-Zeltlager Ahlerstedt verbracht hat, gehen überall Hände hoch. Rund 3.600 Kinder haben seit 1985 ihre ­Sommerferien im DRK-Zeltlager verbracht. Sie haben Seilbahn-Rutschen ins ­Wasser getestet, Pommes-Wünsche in den Meckerkasten geworfen und nachts mit der Taschenlampe im Schlafsack gelesen. Einige von denen, die damals als Achtjährige ihr Heimweh vergaßen, standen später selbst ehrenamtlich und aktiv als Betreuer am Grill. Und viele, die früher als Kind dabei waren, packen heute die Koffer für ihren eigenen Nachwuchs.

Fragt man herum, wer schon mal eine Woche im DRK-Zeltlager Ahlerstedt verbracht hat, gehen überall Hände hoch. Rund 3.600 Kinder haben seit 1985 ihre ­Sommerferien im DRK-Zeltlager verbracht. Sie haben Seilbahn-Rutschen ins ­Wasser getestet, Pommes-Wünsche in den Meckerkasten geworfen und nachts mit der Taschenlampe im Schlafsack gelesen. Einige von denen, die damals als Achtjährige ihr Heimweh vergaßen, standen später selbst ehrenamtlich und aktiv als Betreuer am Grill. Und viele, die früher als Kind dabei waren, packen heute die Koffer für ihren eigenen Nachwuchs.

Dass aus einer Idee eine über 40-jährige Geschichte wurde, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Helmut Schwarze. Er war der Urvater des Zeltlagers, mehr als 50 Jahre lang der Motor und ein Macher. Über 4.000 ehrenamtliche Stunden steckten er und seine Mitstreiter allein in den Bau des Hauses des DRK-Ortsvereines Ahlerstedt. Wenn er von der Arbeit nach Hause kam, ging es direkt beim Roten Kreuz weiter. Im Winter ist Helmut verstorben, doch im Zeltlager steckt seine Handschrift bis heute in vielen Details.

Schon beim ersten Zeltlager 1985 an der Oste mit 33 Zelten und 68 Kindern zeigte sich Helmuts Improvisationstalent. Kaum waren die Eltern weg, fing es an, in Strömen zu regnen und fast alle Zelte soffen ab. Statt abzubrechen, organisierte die Truppe kurzerhand 600 Quadratmeter Plastikfolie, zog ein gigantisches Regendach über das Zeltdorf und machte einfach weiter. Mittlerweile gibt es das Zeltlager seit stolzen 42 Jahren. Nur während der Corona-Pandemie mussten die Zelte zwei Jahre lang eingepackt bleiben. Doch direkt danach kam sofort wieder der gewohnte Schwung rein, und die Kinder eroberten ihren Sommer zurück.

Ingo Albers (Beisitzer im Vorstand) war von Anfang an mit dabei. Jahrzehntelang kochte er Seite an Seite mit Helmut und denkt gerne an diese Zeiten zurück: „Mit Helmut konnte man Pferde stehlen. Wir standen tagelang an der alten Bundeswehr-Feldküche, haben für riesige Gruppen gekocht und privat genauso zusammengehalten. Wenn gefeiert wurde, klemmte sich Helmut zur Gaudi ein abgebrochenes Streichholz ins Auge, das gehörte einfach dazu. Er konnte stur sein, packte kompromisslos an und war durch ­und durch Rotkreuzler.“

Auch Andreas Bockelmann (Bereitschaftsleiter Ahlerstedt) wuchs im Zeltlager auf. Vom Zeltkind über den Jungbetreuer bis zu Helmuts Stellvertreter: „Helmut hat jeden auf Augenhöhe behandelt, ganz egal, wie jung man war. Als wir damals die Schnelle Einsatzgruppe gründeten und der erste Alarm kam, hatte Helmut eine Fußverletzung und kam nicht in die Stiefel. Also stand er kurzerhand in Latschen beim Einsatz, Hauptsache dabei. Er war ein Jäger und Sammler, hat Material aus alten Hamburger Bunkern für uns besorgt. Bis heute nutzen wir im Lager Ausrüstung, die Helmut rangeholt hat.“ Zwanzig Jahre später, beim Jubiläumslager 2004, übergab Helmut die Leitung in jüngere Hände: Es übernahmen Hubertus Simonsberger, Meik Roth und Yvonne Grundmann das Zeltlager gemeinsam mit ihrem ehrenamtlichen Team.

Heute bedeutet das Zeltlager für durchschnittlich 90 Kinder vor allem eines: barfuß durch den Sommer, Sterne über dem Kopf und jede Menge Spaß. Eine Woche draußen in der Natur, neue Freunde finden und jeden Tag etwas erleben, ohne das Handy zu vermissen.

Karin Dieckmann, Vorsitzende des DRK-Ortsvereines Ahlerstedt, betont: „Helmut war über Jahrzehnte das Mädchen für alles. Er hat gebaut, gekocht und immer genau das gemacht, was gerade erforderlich war. Dass andere diesen Einsatz jedes Jahr mit Herzblut fortführen, ist großartig. Helmut hat etwas aufgebaut, das Generationen verbindet.“

Das Zeltlager findet jedes Jahr in den Sommerferien für Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren statt. Eine Woche Abenteuer und Spaß: Gemeinsam kochen, basteln, spielen, Wasserschlachten austragen, auf Nachtwanderung gehen und abends am Lagerfeuer sitzen. Was 1985 mit 68 nassen Kindern unter einer Bauplane begann, ist 40 ­Jahre später aus den Ahlerstedter Sommerferien nicht mehr wegzudenken.

Lust, mitzukommen?

Das nächste Zeltlager findet vom 10. bis 17. Juli 2027 statt. Informationen und Kontakt gibt es auf der ­Website des DRK-Orts­vereines Ahlerstedt: drk-ahlerstedt.de/zeltlager

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Fragt man herum, wer schon mal eine Woche im DRK-Zeltlager Ahlerstedt verbracht hat, gehen überall Hände hoch. Rund 3.600 Kinder haben seit 1985 ihre ­Sommerferien im DRK-Zeltlager verbracht. Sie haben Seilbahn-Rutschen ins ­Wasser getestet, Pommes-Wünsche in den Meckerkasten geworfen und nachts mit der Taschenlampe im Schlafsack gelesen. Einige von denen, die damals als Achtjährige ihr Heimweh vergaßen, standen später selbst ehrenamtlich und aktiv als Betreuer am Grill. Und viele, die früher als Kind dabei waren, packen heute die Koffer für ihren eigenen Nachwuchs.

Dass aus einer Idee eine über 40-jährige Geschichte wurde, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Helmut Schwarze. Er war der Urvater des Zeltlagers, mehr als 50 Jahre lang der Motor und ein Macher. Über 4.000 ehrenamtliche Stunden steckten er und seine Mitstreiter allein in den Bau des Hauses des DRK-Ortsvereines Ahlerstedt. Wenn er von der Arbeit nach Hause kam, ging es direkt beim Roten Kreuz weiter. Im Winter ist Helmut verstorben, doch im Zeltlager steckt seine Handschrift bis heute in vielen Details.

Schon beim ersten Zeltlager 1985 an der Oste mit 33 Zelten und 68 Kindern zeigte sich Helmuts Improvisationstalent. Kaum waren die Eltern weg, fing es an, in Strömen zu regnen und fast alle Zelte soffen ab. Statt abzubrechen, organisierte die Truppe kurzerhand 600 Quadratmeter Plastikfolie, zog ein gigantisches Regendach über das Zeltdorf und machte einfach weiter. Mittlerweile gibt es das Zeltlager seit stolzen 42 Jahren. Nur während der Corona-Pandemie mussten die Zelte zwei Jahre lang eingepackt bleiben. Doch direkt danach kam sofort wieder der gewohnte Schwung rein, und die Kinder eroberten ihren Sommer zurück.

Ingo Albers (Beisitzer im Vorstand) war von Anfang an mit dabei. Jahrzehntelang kochte er Seite an Seite mit Helmut und denkt gerne an diese Zeiten zurück: „Mit Helmut konnte man Pferde stehlen. Wir standen tagelang an der alten Bundeswehr-Feldküche, haben für riesige Gruppen gekocht und privat genauso zusammengehalten. Wenn gefeiert wurde, klemmte sich Helmut zur Gaudi ein abgebrochenes Streichholz ins Auge, das gehörte einfach dazu. Er konnte stur sein, packte kompromisslos an und war durch ­und durch Rotkreuzler.“

Auch Andreas Bockelmann (Bereitschaftsleiter Ahlerstedt) wuchs im Zeltlager auf. Vom Zeltkind über den Jungbetreuer bis zu Helmuts Stellvertreter: „Helmut hat jeden auf Augenhöhe behandelt, ganz egal, wie jung man war. Als wir damals die Schnelle Einsatzgruppe gründeten und der erste Alarm kam, hatte Helmut eine Fußverletzung und kam nicht in die Stiefel. Also stand er kurzerhand in Latschen beim Einsatz, Hauptsache dabei. Er war ein Jäger und Sammler, hat Material aus alten Hamburger Bunkern für uns besorgt. Bis heute nutzen wir im Lager Ausrüstung, die Helmut rangeholt hat.“ Zwanzig Jahre später, beim Jubiläumslager 2004, übergab Helmut die Leitung in jüngere Hände: Es übernahmen Hubertus Simonsberger, Meik Roth und Yvonne Grundmann das Zeltlager gemeinsam mit ihrem ehrenamtlichen Team.

Heute bedeutet das Zeltlager für durchschnittlich 90 Kinder vor allem eines: barfuß durch den Sommer, Sterne über dem Kopf und jede Menge Spaß. Eine Woche draußen in der Natur, neue Freunde finden und jeden Tag etwas erleben, ohne das Handy zu vermissen.

Karin Dieckmann, Vorsitzende des DRK-Ortsvereines Ahlerstedt, betont: „Helmut war über Jahrzehnte das Mädchen für alles. Er hat gebaut, gekocht und immer genau das gemacht, was gerade erforderlich war. Dass andere diesen Einsatz jedes Jahr mit Herzblut fortführen, ist großartig. Helmut hat etwas aufgebaut, das Generationen verbindet.“

Das Zeltlager findet jedes Jahr in den Sommerferien für Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren statt. Eine Woche Abenteuer und Spaß: Gemeinsam kochen, basteln, spielen, Wasserschlachten austragen, auf Nachtwanderung gehen und abends am Lagerfeuer sitzen. Was 1985 mit 68 nassen Kindern unter einer Bauplane begann, ist 40 ­Jahre später aus den Ahlerstedter Sommerferien nicht mehr wegzudenken.

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