Bald wird sichtbar, woran seit einigen Monaten gearbeitet wird. Mit der Beantragung der Baugenehmigung ist ein entscheidender Schritt geschafft. An der Salztorscontrescarpe in Stade soll im Jahr 2028 ein Ort entstanden sein, der schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen Geborgenheit, Begleitung und Zeit in der letzten Lebensphase schenkt.
Die Skizze auf dieser Seite zeigt den aktuellen Planungsstand und vermittelt einen ersten Eindruck davon, wie das Hospiz künftig aussehen könnte. Die endgültige Farbgestaltung, die Auswahl des Klinkers sowie einzelne architektonische Details werden im weiteren Verlauf der Planung abgestimmt. Schon heute wird deutlich, dass hier bewusst anders gebaut wird. Das Hospiz entsteht eingeschossig, mit klaren Strukturen und kurzen Wegen. Große Fenster sorgen für helle Räume und viel Tageslicht. Ein geschützter Garten bietet Rückzugsmöglichkeiten, während offene Gemeinschaftsbereiche Raum für Begegnungen schaffen. Ziel ist kein Gebäude mit dem Charakter einer medizinischen Einrichtung, sondern ein Haus, das Wärme, Geborgenheit und Lebensqualität vermittelt. Ein Ort, an dem Menschen ihre letzte Lebensphase möglichst selbstbestimmt verbringen können und Angehörige jederzeit willkommen sind.
Hinter dieser Planung steckt weit mehr als Architektur. Jeder Raum wurde mit Blick auf die Menschen entwickelt, die hier einmal leben, arbeiten und ihre Angehörigen besuchen werden. Rückzug und Gemeinschaft sollen gleichermaßen möglich sein. Die Umgebung soll Ruhe schenken und gleichzeitig dem Leben Raum geben. Denn ein Hospiz ist ein Ort, an dem die verbleibende Zeit so wertvoll wie möglich gestaltet wird.
Mit acht Gästezimmern entsteht erstmals ein stationäres Hospiz im Landkreis Stade. Bislang mussten schwerstkranke Menschen ihre vertraute Umgebung verlassen, wenn sie eine stationäre hospizliche Begleitung in Anspruch nehmen wollten. Für viele Familien bedeutete das zusätzliche Wege in einer ohnehin belastenden Lebensphase. Künftig soll diese Begleitung dort möglich sein, wo Familie, Freunde und das vertraute Umfeld nicht weit entfernt sind.
Dass dieses Hospiz heute an diesem zentralen Ort in Stade Gestalt annimmt, ist das Ergebnis einer starken Gemeinschaft. Von Beginn an war klar, dass ein Projekt dieser Größenordnung nur gemeinsam gelingen kann. Deshalb arbeiten der DRK-Kreisverband Stade, der Landkreis Stade, die Elbe Kliniken, die Klinik Dr. Hancken, die Hospizgruppen aus Stade, Buxtehude und Harsefeld, die Kirchenkreise Stade und Buxtehude sowie die Kassenärztliche Vereinigung Stade und die Hansestadt Stade eng zusammen.
Alle Partner verbindet das gemeinsame Ziel, Menschen im Landkreis Stade eine würdevolle und wohnortnahe Begleitung am Lebensende zu ermöglichen. Der DRK-Kreisverband Stade übernimmt die Umsetzung des Projekts und führt die unterschiedlichen Kompetenzen zusammen.
Nun beginnt die nächste Etappe. Der Baustart ist für das kommende Jahr vorgesehen. Gleichzeitig rückt ein Thema in den Mittelpunkt, das notwendigerweise anzusprechen ist: die Finanzierung eines Hospizes.
Oft wird angenommen, dass ein stationäres Hospiz vollständig durch Kranken- und Pflegekassen oder öffentliche Mittel finanziert wird. Tatsächlich ist das nicht der Fall. Bereits der Bau eines Hospizes muss aus verschiedenen Finanzierungsbausteinen ermöglicht werden. Neben Eigenmitteln, Fördermöglichkeiten und weiteren Finanzierungspartnern spielen Spenden und Zustiftungen daher eine entscheidende Rolle. Sie helfen dabei, die Voraussetzungen zu schaffen, damit dieses Haus überhaupt entstehen kann. Es ist grundsätzlich verpflichtend, dass ein Teil der Kosten von der örtlichen Gemeinschaft und dem Träger aufzubringen sind.
Auch nach der Eröffnung bleibt diese Unterstützung unverzichtbar. Die Krankenkassen übernehmen zwar bis zu 95 Prozent der laufenden Betriebskosten eines stationären Hospizes. Die verbleibenden Kosten müssen aber dauerhaft durch Spenden finanziert werden.
Gleichzeitig gibt es viele Dinge, die ein Hospiz zu einem besonderen Ort machen. Dazu gehören beispielsweise eine wohnliche Atmosphäre, Angebote für Gäste und Angehörige oder besondere Wünsche, die den heutigen Alltag in einer schwierigen Lebensphase ein Stück leichter machen. Damit aus den Plänen überhaupt Wirklichkeit werden kann, ist das Hospiz bereits jetzt auf finanzielle Förderung angewiesen.
Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Stiftungen können dazu beitragen, dass dieser besondere Ort entsteht und seine Arbeit langfristig gesichert wird. Neben klassischen Spenden sind auch sogenannte Zustiftungen möglich. Sie stärken die DRK-Hospiz Stade – Stiftung dauerhaft und helfen, den Bau des Hospizes auf eine verlässliche finanzielle Grundlage zu stellen.
Schon heute erreichen den DRK-Kreisverband Stade Anfragen von Menschen, die das Hospiz auf seinem Weg begleiten möchten. Einige interessieren sich für eine hauptamtliche Tätigkeit, andere möchten sich künftig ehrenamtlich engagieren und Gäste oder Angehörige begleiten. Das zeigt, dass unser Hospiz schon lange vor seiner Eröffnung Menschen bewegt und weit über das eigentliche Bauprojekt hinaus Interesse weckt.
Unterstützen Sie uns
Allgemeine Fragen zum Hospizprojekt
Ansprechpartnerin: Beke Cordes, Vorstandsmitglied der DRK-Hospiz Stade Stiftung. Sie freut sich darauf, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die dieses besondere Projekt begleiten möchten.
Fragen rund um Spenden, Zustiftungen und Unterstützungsmöglichkeiten
Ansprechpartner: Kai Schulz, Stiftungsvorstand und Geschäftsführer der DRK-Kreisverband Stade – Hospiz gGmbH.
Spenden
- Spendenkonto: DRK-Hospiz Stade – Stiftung
- IBAN: DE16 2415 1005 1210 6359 99
- Bank: Sparkasse Stade-Altes Land
- Verwendungszweck: Hospiz
